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Jungen - Pädagogik Die geschlechtliche Identität bestimmt die Persönlichkeit in wesentlichen Bereichen. Dominierte in den vergangenen Jahrzehnten die Benachteiligungen von Mädchen/ Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen, so wächst heute die Sensibilität für eine Förderung von Jungen. Nur in Beziehung zu Männern und Frauen können Kinder erfahren, dass bestimmte Eigenschaften sowohl zu Männern als auch zu Frauen gehören. Problematisch gestaltet sich dies für Jungen, die allein von Müttern erzogen werden und in der Kindertagesstätte sowie in der Grundschule überwiegend von weiblichem Personal betreut werden. Die Jungen wachsen ohne den alltäglichen Umgang mit Männern auf und haben so keine Möglichkeit, reale männliche Verhaltensweisen kennenzulernen. Die ihnen in Filmen oder Computerspielen dargestellten männlichen Verhaltensweisen sind im Alltag unbrauchbar, da sie in der Regel sehr agressive Konfliktlösungen thematisieren. Einige Merkmale der Sozialisation von Jungen sind: - Idealbild vom Mann, dass prinzipiell unerreichbar ist Ziel der Jungenförderung ist daher die Ausbildung
einer männlichen Identität, welche die eigenen und die Grenzen
anderer erkennt und akzeptiert, die zu partnerschaftlichem Umfang befähigt
und die durch soziale Kompetenzen gekennzeichnet ist. Angestrebt wird
eine männliche Identität, die einen Standpunkt der Umsichtigkeit
und der gegenseitigen Wertschätzung entwickelt. Diese Erziehung zur
sozialen Kompetenz, wenn sie erfolgreich sein will, muss früh beginnen. Inhalt des Seminars - kritische Reflexion des bestehenden Geschlechterverhältnis
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